Wilmington 2017

Kammerorchester der Jugend Fulda musiziert bei den Vereinten Nationen in New York

 

Foto Frederic Riedl

Ein Ausflug nach Washington D.C. mit Besuch des Kapitols, die Auffahrt zum neuen One World Observatory, der Besuch des Natural History Museums, ein Auftritt bei den Vereinten Nationen…

Die Highlights, die die 33 jungen Musiker des Kammerorchesters der Jugend Fulda (KdJ) während ihrer USA-Tour erleben durften, reihen sich wie Perlen auf einer Schnur. Dank der finanziellen Unterstützung von Jeunesses Musicales Deutschland, der Stadt Fulda, dem Förderverein sowie einigen Spendern und Sponsoren startete die insgesamt 41köpfige Gruppe am 21. Juli mit ihren Instrumenten unter der organisatorischen Leitung von Sabine Riedl nach New York und von dort weiter nach Wilmington, Delaware. Nach einer 21stündigen Anreise wurde die Gruppe vom Wilmington Children’s Chorus (WCC) mit dem, inzwischen zur Tradition gewordenen, afrikanischen Volkslied „Lizela“ herzlichst begrüßt und viele der jungen Musiker, die sich bereits aus einer früheren Begegnung kannten, fielen sich vor Wiedersehensfreude in die Arme.

Wilmington in Delaware ist seit 1987 amerikanische Partnerstadt von Fulda. Zwischen dem dortigen Children’s Chorus und dem Kammerorchester der Jugend Fulda besteht ein intensiver, musikalischer und kultureller Austausch, der mit einem Besuch des WCC in Fulda 2011 begann. Die Musiker des KdJ beherbergten die Sänger in ihren Familien und neben den Proben wurde den Gästen aus den USA ein umfangreiches Programm zum Kennlernen unserer Region geboten. Daraus entstanden Freundschaften, die bis heute anhalten und durch einen Gegenbesuch in 2013 sowie einen weiteren Besuch in Fulda 2015 aufgefrischt wurden.

„Unser Besuch in Wilmington in 2017 war bereits die 4. Begegnung und manche Teilnehmer sind einem inzwischen schon sehr vertraut“, berichtet Sabine Riedl, die zusammen mit ihrem Ehemann seit 2011 aktiv dabei ist, obwohl sie seit einiger Zeit keine eigenen Kinder mehr im Orchester hat. „Die Gemeinschaft im Orchester, die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, dem musikalischen Leiter, Martin Klüh, und dem Organisationsteam und die Gewissheit, dass unsere Jugendlichen durch diesen musikalischen Austausch Erfahrungen machen und Erlebnisse haben werden, die sie vielleicht ihr Leben lang nicht vergessen werden, das alles hat mich motiviert, die umfangreichen Planungen und Vorbereitungen für eine solche Reise zum 2. Mal zu übernehmen“, erklärt Sabine Riedl, “glückliche Gesichter und strahlende Augen sind die beste Bestätigung für mich.“

10 Tage weilte das Orchester in den Gastfamilien in der amerikanischen Stadt am Delaware River. Die Tage waren hauptsächlich gefüllt mit Probenarbeit, doch es blieb auch Zeit für den schon erwähnten Ausflug nach Washington D.C., einen Tag am Strand und einen Besuch des Hagley Museums, wo das Orchester und seine Begleiter offiziell von Mayor Purzycki begrüßt wurden. Krönender Abschluss war das gemeinsame Konzert von Chor und Orchester in der Kirche St. Mary of the Assumption unter der musikalischen Leitung der Dirigenten Martin Klüh sowie Kimberley und Philip Doucette. Klassische Werke z.B. von Mendelssohn, Elgar oder Offenbach begeisterten das Publikum, aber auch „I dream a world“ und „You’ll never walk alone“ sorgten bei den Zuhörern für Gänsehaut.

 

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Wilmington, aber in New York wartete bereits der nächste Höhepunkt. Nach einer persönlichen Führung durch die Räumlichkeiten der Generalversammlung und des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen wurde das Orchester vom Vizebotschafter begrüßt und gab anschließend in der Visitor Hall ein Konzert. Zwischen den Geschenken der Mitgliedsnationen sowie dem internationalen Publikum von hohem Rang überzeugten die jungen Musiker mit ihrer musikalischen Darbietung, so dass das Orchester gleich eingeladen wurde, beim nächsten Besuch in New York wieder bei der UN zu spielen. Dieses beeindruckende Ereignis wird allen noch lange in Erinnerung bleiben.

Beim anschließenden Sightseeing stand u.a. noch eine Auffahrt auf das neue One World Observatory auf dem Programm, von wo sich ein einmaliger Blick auf Manhattan und die umliegenden Inseln und New Jersey bot. Ein Besuch im Natural History Museum erinnerte die Jugendlichen an den Film „Nachts im Museum“ und dass es ausgerechnet dann regnete, als die Gruppe im Central Park rudern und Rad fahren wollte, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach einer ausgiebigen Shopping-Tour musste schließlich die Heimreise angetreten werden.

Mit viel neuer musikalischer Erfahrung, neuen Eindrücken und Einblicken in die amerikanische Kultur, internationalen Freundschaften und einer Stärkung des Gemeinschaftsgefühls ist das Jugendorchester nach Fulda zurückgekehrt. Schon jetzt freut sich jeder auf den nächsten Besuch in Wilmington.

(Bericht für FZ, Marktkorb und Osthessennews)

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